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Autor: Willi der Wirt Verfasst am: Mo März 30, 2009 9:36 pm Titel: Giselheid J.Schulz: Nur die Stille bewohnen
NUR DIE STILLE BEWOHNEN.

Die Hände ineinanderlegen und so

Schwere und Leichte zusammenfügen

zu weicher Weite.

Gestern und Morgen sind nur ein Hauch.




© Giselheid J.Schulz


Autor: Agnes Verfasst am: Mo März 30, 2009 11:17 pm Titel:
Liebe Giselheid,

deine Texte sind immer mehr Ausdruck der Stille, des inneren Friedens und der Leichtigkeit. Du findest die Worte und die Klänge dessen, das ist was es ist.
Ich darf im Lesen DIE STILLE BEWOHNEN.
Die Hände ineinanderlegen
Schwere und Leichte zusammenfügen
zu weicher Weite.
und dann erleben, wie es geschieht, dass
Gestern und Morgen nur ein Hauch sind.

Am Samstag haben wir einen kleinen vierjährigen Jungen beerdigt, der nicht sehen, hören oder gehen konnte. Und als wir beisammen waren ihn zu verabschieden und miteinander traurig waren, da fügte sich dort unter den Menschen die Schwere und Leichte zusammen zu weicher Weite. Und wir erlebten gemeinsam, dass Gestern und Morgen nur ein Hauch sind. Gestiftet hatte dieses Erleben ein Junge, von dem wir nicht wussten, was er sah, was er hörte. Aber er lächelte. Und seine Lieblingsfarben waren gelb und grün. Und wenn er in den Kindergarten gebracht wurde, dann wurde er voll Freude begrüßt von den anderen Kindern und den Großen.

Und wir alle verstanden nicht, wie soviel Liebe sein konnte in diesem Kind, das so oft Schmerzen litt, die kein Arzt lindern konnte.

Es gibt diese Momente, in denen Gestern und Morgen ein Hauch sind. Allein. Oder als das Geschenk eines Lächelns eines sehr besonderen Kindes.

Anneli


Autor: Forenking Verfasst am: Mo März 30, 2009 11:17 pm Titel: Ähnliche Themen





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