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Anneli Homann: Ich zeige meine Hände

 
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Willi der Wirt
Literat


Anmeldedatum: 27.04.2004
Beiträge: 2414

BeitragVerfasst am: Mo März 30, 2009 9:55 pm    Titel: Anneli Homann: Ich zeige meine Hände Antworten mit Zitat

Ich zeige meine Hände

Ich betrete das Untersuchungszimmer. Mitten im Zimmer steht ein kleiner Junge mit schwarzen Haaren. Dunkle aufmerksame Augen betrachten mich.

Es sieht mich an und sagt stolz. Ich bin groß.
Ja, du bist groß. Wie alt bist du denn?

Er hebt seine Hand, nestelt an seinen Fingern, zeigt zwei Finger. Und ist drei Jahre alt.

Ich will ihn untersuchen. Die Mutter setzt ihn auf die Liege. Und plötzlich hat er Angst. Schreckliche Angst. Er fängt an zu weinen.

Und ich tue das, was ich dann immer tue. Ich zeige ihm meine Hände. Ich sage ihm, dass ich ihm nicht wehtun werde. Dass er sich nicht zu fürchten braucht vor mir.
Und tue das, was ich immer tue. Ich lege mein Stethoskop in seine Hände. Seine Hände greifen das kalte Stethoskop und wärmen es.
Ich gebe ihm die Ohrenlampe. Er schließt sie ein in seine kleine Faust.
Er fragt, was das andere sei in meiner Hand. Ich sagte ihm, dass es eine Lampe ist, mache das Licht an und leuchte damit auf seine Hand. Es ist nicht heiß.

Dann lässt er sich untersuchen. Schluchzt ab und zu kurz auf. Aber er ist mutig. Er ist groß.

Und am Ende erklärt die Mutter, warum. Warum er solche Angst hat.
Früher hatte er weniger Angst. Wir haben ihn beschneiden lassen. Seitdem fürchtet er sich.
Ich sehe seinen kleinen Penis. Seine Eichel ohne Vorhaut.
Die Wunde ist verheilt.

Ich sitze auf einem Sofa vor einem Kamin.
Ich lese vor: Es waren Hirten auf dem Felde. Sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen…
Die Stimme eines kleinen Jungen auf meinem Schoß fährt fort
…habt keine Angst.


© Anneli Homann
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eulenspiegel
Textverdichter


Anmeldedatum: 06.05.2004
Beiträge: 721

BeitragVerfasst am: Mi Apr 01, 2009 5:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

der letzte absatz steht ausser dem wort 'angst' etwas ohne verbindung zum voran stehenden text. du müsstest die 'angst' des kleinen jungen mit dem 'habt keine angst' des letzten absatzes für den leser sichtbarer, pointierter verknüpfen.

das übrige, wie immer, eine gute mischung aus perspektive der ärztin und des kleinen helden,

liebe grüsse
Hannes.
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Verfasst am: Mi Apr 01, 2009 5:58 am    Titel: Ähnliche Themen



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